Ehe man an hiesiger Kapelle angelangt war, wurden die Fuhrwerke von der
Warsteiner Gendamerie gestoppt und unmißverständlich aufgefordert das
"gestohlene Holz" unverzüglich zurückzubringen. In Kallenhardt angekommen, waren die Wagen unter Polizeiaufsicht zu entladen. Man fand sodann aber keinen Posten Holz, der für die Kapelle in Berenbrock reserviert war und so wurde nach durchzechter Nacht am anderen Morgen dasselbe Holz wieder aufgeladen und nach Berenbrock befördert.
Das fertige Gotteshaus wurde im Jahr 1907 eingeweiht und zwar vom
damaligen Pfarrer Heinrich Rath. Im letzten Weltkrieg beschädigte lediglich
ein Kanonenschuß unsere Kapelle. Nach dem Krieg mußten dann etliche
Instandsetzungsarbeiten vorgenommen werden. Auf Initiative der Freiweilligen
Feuerwehr Berenrbock enstand in den 1950er Jahren eine Sakristei und Ende der 1960er Jahre ersetzte man den neugotischen Holzaltar durch einen Altar aus Anröchter Dolomit. Das erste Harmonium, ein "uraltes" Stück, verlangte den Organisten eine Menge Beinarbeit ab. Mit zwei Fußpedalen mußte ein Blasebalg in Tätigkeit gesetzt werden, der wiederum dem guten Stückje nach Bearbeitung gute oder schlechte Töne entlockte. Pfarrer Becker kaufte für die Kapelle eine elek- trische Kleinorgel.
Zum Schützenfest wird jeweils sonntags in der Kapelle an den Gedenktafeln
für die Gefallenen beider Weltkriege ein Kranz niedergelegt. Seit ein paar Jahren findet die Schützenmesse nicht mehr Montag morgens in der Kapelle statt, sondern
wird schon am Samstag Nachmittag auf dem Zelt gefeiert.
Im Jahr 2001 wurde ein Kapellenvorstand gewählt dem Gotfried Meschede, Ursula Volmer, Franz Josef Heiming, Anette Kleegraf und Friedhelm Klaus angehören.
Text: aus den Büchern"150 und 175 Jahre Schützenverein Berenbrock und dem Buch "Berenbrock-Geschichte eines westfälischen Dorfes" von Joseph Brock. |